Kindle-App für Blackberry auch in Deutschland nutzen

Geschrieben von Stefan

Amazons Kindle ist immer noch der am weitesten verbreitete E-Book-Reader, zusammen mit der Marktmacht von Amazon wird ausreichend Anreiz für die Verlage geschaffen ihre Bücher auch als E-Book-Variante aufzulegen. Wege diese Bücher auch zu lesen gibt es viele, leider immer noch keine offizielle Version der Kindle-App für den Blackberry, zumindest nicht außerhalb der USA. Doch dafür gibt es einen Workaround:
Apps lassen sich ja auf dem Blackberry auch ohne Desktop-Manager oder die App World installieren so lange man den passenden Link kennt. Amazon legt die Kindle-App unter folgendem Link ab:
a href=http://klamath.s3.amazonaws.com/r2b/kindle.jadhttp://klamath.s3.amazonaws.com/r2b/kindle.jad/a
strongAchtung: Die Verwendung der App auf diesem Wege wird nicht offiziell von Amazon unterstützt. Rechtlich ist der Download nur US-Kunden gestattet. Installation und Verwendung nur auf eigene Verantwortung./strong
;Besucht man diesen Link mit dem Browser des Blackberry kann die App direkt installiert werden. Auch die Eingabe der Zugangsdaten eines deutschen Amazon-Kontos funktioniert problemlos. Bereits gekaufte Bücher kann man direkt downloaden, Lesezeichen und Notizen werden ebenfalls synchronisiert.
Die Abrechnung der Datennutzung erfolgt wie gehabt über die Blackberry-Option, horrende Rechnungen sind also meiner Einschätzung zufolge nicht zu erwarten. Nach dem ersten Start bietet die App unter Umständen ein Update an. In dem sich daraufhin öffnenden Fenster muss die Auswahl “US-Customer” getroffen werden, ansonsten verweigert die Seite den Download. Auch hier wieder der rechtliche Hinweis: Die Verwendung wird nicht von Amazon unterstützt und ist nur für US-Bürger vorgesehen, daher die Abfrage. Für Schäden und den Verlust des Accounts wird keine Haftung übernommen. Der Download funktioniert trotzdem problemlos und das Update wird auch korrekt installiert.
Bei meinen ersten Test funktionierte die App wie erwartet, einzig die Einkaufsmöglichkeiten sind auf den englischen Katalog beschränkt. Das kann man aber durch einen direkten Besuch auf der Amazon-Webseite umgehen. Kauft man dort die Kindle-Edition eines Buches wird sie nach der Synchronisation im Archiv angezeigt und kann auf den Blackberry heruntergeladen werden. Besitzt man kein weiteres kindle-fähiges Gerät kann man die Kindle-Anwendung für den PC downloaden und so seine Käufe am Rechner verwalten.
Ich benutze die App als sinnvolle Ergänzung zur App auf dem iPad, so muss ich am Bahnsteig nicht immer das iPad auspacken sondern kann kurze Wartezeiten überbrücken. Die letzte Leseposition wird direkt zwischen allen Geräten synchronisiert, im Zug kommt wieder das iPad zum Einsatz, mit exakt der Seite auf der ich am Blackberry aufgehört habe zu lesen.

Es werde Licht!

Geschrieben von Stefan

leaveiton-iconJedes Handy dimmt die Hintergrundbeleuchtung nach einer gewissen Zeitspanne. Nun kann man das begrüßen weil so die Akkulaufzeit vor allem bei Smartphones mit großen Displays signifikant verlängert wird oder wie in meinem Fall verfluchen. Ich nutze den Blackberry auch als Navigationsgerät in Verbindung mit GoogleMaps. Gerade auf dem Rad ist es daher unheimlich nervig und nicht gerade verkehrssicher alle 2min die Hintergrundbeleuchtung wieder zu aktivieren.

GoogleMaps bietet von sich aus keine Möglichkeit die Hintergrundbeleuchtung dauerhaft zu aktivieren und die Blackberry-Software begrenzt die maximale Leuchtzeit auf 2min. Für dieses Problem bietet die kostenlose Variante der App „Leave it on“ eine Lösung:

leaveitonEigentlich kann die App nicht nur die Hintergrundbeleuchtung steuern, sondern stellt auch noch PopUps für eingehende Nachrichten bereit. Aber auch die Free-Version bietet die Möglichkeit zwei Programme festzulegen bei denen das Backlight während des Betriebs die ganze Zeit an bleibt. Wird die App geschlossen geht auch das Licht wieder aus. So lässt der Bold auch ganz gut als Fahrrad-Navi nutzen. Aber immer daran denken: Google Navigation für Fußgänger befindet sich noch in der Betaphase.

 

Leave it on in der AppWorld: http://appworld.blackberry.com/webstore/content/54122?lang=en

Tastaturprobleme

Geschrieben von Stefan

Mein Blackberry Bold 9700 hat in der letzten Woche eine sehr unangenehme Angewohnheit entwickelt, bei einen Tastendruck werden oft zwei Buchstaben geschrieben. Dabei sind verschiedene Buchstaben miteinander verknüpft. Bei einem Druck auf “e” wird “ue” geschrieben, bei einem Druck auf “u” ebenfalls “ue” und so weiter. Das Problem tritt jedoch nicht permanent auf, mal geht es mal geht es nicht. Es lässt sich allerdings auch nicht reproduzieren. Weder Witterungseinflüsse noch Staub scheinen dafür verantwortlich zu sein.

Ein wenig Linderung brachte die Reduzierung der Tastenrate unter Einstellungen->Tippen und Eingabe->Tastatur auf “Langsam”. Danach war das Problem für ein paar Stunden verschwunden, tauchte dann aber unvermittelt wieder auf. Ein erneutes Verändern der Tastenrate, dabei war es unerheblich ob schneller oder langsamer brachte manchmal Besserung.

Google brachte dann folgenden Vorschlag von blackberrybase.net: Abschalten der Rechtschreibprüfung bei der Eingabe. Das kann man unter Einstellungen->Tippen und Eingabe->Rechtschreibprüfung machen. Auch hier wieder eine kurze Besserung, der Fehler tritt immer noch auf, allerdings nicht mehr so häufig und auch nicht mehr so lange.

Die nächste Empfehlung war dann die Durchführung einer Teilsicherung mit anschließendem Wipe und Neuinstallation. Bei der Sicherung wurden nur die wichtigsten Daten übernommen, alle persönlichen Einstellungen bewusst nicht! Damit soll verhindert werden das eine alte Einstellung im Hintergrund den Fehler weiterhin produziert. Nach dem Wipe und der Installation der Firmware muss der BB dann komplett neu aufgesetzt werden. Das hat deutliche Verbesserungen gebracht. Nicht nur in Bezug auf das Tastaturproblem, auch der Datenmüll alter Anwendungen schien das System insgesamt gebremst zu haben.

Nichtsdestotrotz tauchte das Problem ein paar Tage später wieder auf, an einem regnerischen Freitag in Aachen. Wetter, Wochentag und Ort sind hier entscheidend. Das Problem tritt auf wenn die Luftfeuchtigkeit zu hoch ist. Nach meiner Ankunft in Köln, eine Stunde später, war das Problem ohne Eingriff meinerseits verschwunden. In Köln war es sonnig und trocken. Also das Handy noch ein paar Stunden in die Sonne und das Problem war gegessen. Seitdem tritt es auch nicht mehr bei hoher Luftfeuchtigkeit auf.

Wem es zu gefährlich ist das Handy in der prallen Sonne liegen zu lassen sollte sich einmal dieses Trockengel(Amazon-Link) anschauen. Eigentlich soll es optische Geräte in Unterwassergeräten trockenhalten, der Effekt lässt sich jedoch auch bei den beschriebenen Problemen ausnutzen. Einfach die Körner zusammen mit dem Handy in eine Plastiktüte, vorzugsweise in einem trockenen warmen Raum und dann ein paar Stunden liegen lassen. Das Gel zeigt durch Entfärbung auch an wenn es vollgesogen ist. Dann kann man es einfach im Backofen wieder trocknen.

AutoWifi für Blackberry

Geschrieben von Stefan

 

image

AutoWifi ist eine kleine Blackberry-App die das WLAN je nach Aufenthaltsort an bzw. abschaltet. Einmal gestartet läuft es im Hintergrund. Die Bedienung ist so einfach wie genial. Befindet man sich an einem Ort an dem man WLAN nutzen möchte fügt man einfach den Ort hinzu. Die App deaktiviert dann das WLAN automatisch wenn sich das Telefon vom gespeicherten Ort entfernt.

Blackberry Hack on the go–Signalstärke anzeigen lassen

Geschrieben von Stefan

IMG_7243

Die Empfangsprobleme beim iPhone4 waren in den letzten Tagen in aller Munde.(Youtube-Video) Eine angebliche Ursache der fehlenden Balken soll eine fehlerhafte Interpretation der Signalstärke durch die Software sein.  Das neueste Update für iOS 4.01 soll diesen Fehler auch beheben und die Signalstärke korrekt anzeigen.1

Beim BlackberryOS 5.0 kann man sich dagegen die Signalstärke direkt anstelle der Balken anzeigen lassen. Auf dem Homescreen hält man die Alt-Taste gedrückt und tippt die Buchstaben NMLL ein. Damit wird aus den Balken eine Dezibelanzeige.2 Dabei sind Werte zwischen –90 und –50 akzeptabel. Bei –100 db sendet das Telefon mit voller Leistung und kann dabei gerade so eine Verbindung herstellen.

Zur korrekten Interpretation der Werte ein paar Hintergrundinformationen:

Der Dezibel-Wert beschreibt die Signalstärke, ein negativer Wert beschreibt dabei die Signaldämpfung. Eine höhere Leistung wirkt dabei der Dämpfung entgegen, mehr Sendeleistung ergibt einen bessere Verbindung bei erhöhtem Stromverbrauch.

Als Regel gilt: 3db weniger Dämpfung benötigen doppelte Sendeleistung. Je weniger Dämpfung auf der Leitung desto besser ist vor allem die Gesprächsqualität, bei der Datenübertragung ist die Fehlerrate dagegen entscheidender. 3

Die Werte sind zwischen 3G und 2G nicht vergleichbar. Die unterschiedlichen Frequenzbereiche wirken sich auch auf die Wellenausbreitung aus, 3G unterliegt durch die hohe Frequenz von 2000Mhz dabei einer deutlich stärkeren Dämpfung was den hohen Stromverbrauch von Handys im UMTS-Modus erklärt.

Für den schnellen Überblick eignen sich die Balken jedoch besser, man bekommt sie wieder indem man die oben beschriebene Prozedur wiederholt.