Get connected

25. Juli 2010
Von Stefan

Iomega® iConnect Wireless Data Station von Iomega CorporationIn den meisten modernen Haushalten gibt es mehr als einen Rechner. In manchen auch noch mehr als einen Drucker und diverse externe Speichermedien. Daneben bekommt man bei jedem Internetanbieter einen kabellosen Router hinterhergeworfen. Daraus ergibt sich, zumindest bei den meisten Druckern, ein Problem: Wie bekomme ich das alles in das WLAN ohne einen Server zu betreiben? Die Antwort habe ich für mich gefunden: Iomega iConnect

Wir haben zuhause einen Farbläser für die Dokumente und einen Tintenstrahler für die Photos. Auf diese Drucker sollten im Idealfall drei Rechner direkt zugreifen können ohne das ein bestimmter Rechner laufen muss. Außerdem stehen die meisten Rechner mit im Wohnzimmer, die beiden Drucker finden dort jedoch keinen Platz mehr. Es musste also eine WLAN-Lösung für mindestens zwei Drucker gefunden werden. Eine erste Recherche ergab nur Geräte mit eingeschränkter Funktion oder einem Preisschild jenseits eines neuen Druckers mit direkter Wireless-Funktionalität.

Iomega iConnect war dagegen ein Schnäppchen: Für 79€ bietet das Gerät folgende Leistungsdaten: 4x USB 2.0, Gigabit Ethernet und WLAN der Klassen b/g/n. Den Stromverbrauch der Marvell CPU gibt der Hersteller mit 5 Watt an, ein Praxistest ergab ähnliche Werte, natürlich immer abhängig von der Belastung der einzelnen Anschlüsse. Für Windows und MacOS liefert der Hersteller eine Software mit, das Gerät lässt sich aber auch vollständig via Webinterface bedienen. Linux-Nutzer bleiben so nicht außen vor.

Die Konfiguration des WLAN erfolgt über das normale LAN-Kabel, direkt nach dem Anschliessen kann man das Gerät über die Netzwerkumgebung in Win7 aufrufen und dann wie einen normalen Router über den Browser konfigurieren. Die Einstellungen bleiben auch nach einem Stromausfall erhalten, wichtig wenn man das Gerät an einem anderen Ort als den Router aufstellen will.

Am Aufstellungsort muss man dann mindestens ein externes Speichermedium anschliessen um Drucker betreiben zu können. Auf diesem werden die Druckertreiber abgelegt. Ich habe mich da einfach für einen kleinen USB-Stick entschieden um flexibel mit den Festplatten zu bleiben. Angeschlossene Drucker werden direkt im Webinterface angezeigt und stehen allen Rechnern als Netzwerkdrucker zur Verfügung. Das Gerät verfügt auch über einen Zwischenspeicher für Druckaufträge, man kann den Drucker also getrost auslassen bis man druckt und dann hingehen und anschalten.

Angeschlossene Speichermedien werden auch direkt im Netzwerk zur Verfügung gestellt, die Übertragungsgeschwindigkeit ist auch für HD-Material via WLAN vollkommen ausreichend. Der Ready-DNLA Server stellt die Daten auch Fernsehern oder Radios mit WLAN zur Verfügung. Der Zugriff auf bestimmte Medien kann über eine Benutzersteuerung begrenzt werden.

Die Laufwerke stehen auch ohne die mitgelieferte Software als Netzlaufwerke zur Verfügung, sie eignen sich also auch für die zeitgesteuerten Backups mit Windows 7. Ebenso wird Apples TimeMachine unterstützt. Allerdings bin ich ein wenig skeptisch was die Datenkonsistenz bei einer drahtlosen Übertragung angeht. Hier würde sich ein Test sicher lohnen bevor man auf das Backup dringend angewiesen ist.

Insgesamt ein sehr kleines praktisches Gerät. Die Einrichtung erfolgte vollkommen problemlos und bisher ist es im Betrieb auch vollkommen stabil. Das einzige Problem ergibt sich bei einem Stromausfall mit angeschlossenem USB-Stick, durch den erhöhten Stromverbrauch wird das Booten der Box verhindert, man muss den Stick abziehen, den Bootvorgang abschliessen und dann wieder anschliessen.

Die Box eignet sich also wunderbar als kleiner Netzwerkspeicher und Printserver für mehrere Drucker ohne den Administrationsaufwand für einen echten Homeserver.

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