Klonen leicht gemacht
Schlagworte: Backup Clone&Dock Festplatten SATA Tausch
Geschrieben von Stefan
Gerade in modernen Haushalten nehmen die Rechner Unmengen an Daten auf. Nicht nur Programme, Spiele und Dokumente, auch Urlaubsfotos, Filme und allerlei gesammelte Werke. Wird die Festplatte zu klein muss eine Neue her. Bleibt der Rechner ansonsten der Alte kann man nun die Festplatte klonen und dann sofort mit der gewohnten Umgebung weiterarbeiten. Für das Klonen möchte ich nun zwei Lösungen vorstellen:
Lösung 1: Die kostenlose Software
Clonezilla ist ein Open-Source-Projekt zum bitgenauen Kopieren von Festplatten. Es steht kostenlos zur Verfügung und lässt sich von USB-Sticks und von CD’s starten. Daneben kann es auch viele Kopien von einer Installation erstellen und per Netzwerk und PXE auf die Rechner verteilen.
Nach einem kurzen Download wird das Image auf CD oder USB-Stick gebannt; das Medium muss natürlich bootfähig sein. Entweder wählt man das im Brennprogramm aus oder führt AUF dem Stick die makeboot.bat-Datei aus dem Verzeichnis [LAUFWERKSBUCHSTABE]:\utils\win32 aus. Die Betonung liegt dabei auf dem _AUF_ dem Stick. Führt man das Programm auf seiner Festplatte aus ist diese nicht mehr bootfähig.
Nach einem Neustart wählt man den Stick aus und sieht ein Live-Ubuntu starten. Dabei handelt es sich nur um das Wirtssystem von Clonezilla. Nach Auswahl von Sprache (leider kein Deutsch verfügbar) und Tastaturbelegung (latin1 – no dead keys) kann man zwischen dem direkten Klonen von Festplatte zu Festplatte und Festplatte zu Image wählen.
Für das direkte Klonen muss die Festplatte des neuen Rechners natürlich angeschlossen werden. Am leichtesten geht das mit einem Adapter von SATA auf USB. Dabei sollte man darauf achten das der Adapter ebenfalls Strom liefert, ansonsten muss man den Rechner trotzdem öffnen. Der LogiLink-Adapter bietet alle Möglichkeiten zum Anschluss einer 3,5“-Festplatte. Muss man Derartiges öfter machen bietet sich ein Dock an in das man die Festplatte hinein stellen kann, am besten dann für zwei Platten gleichzeitig.
Lösung 2: Lindy Clone&Dock
Wer sich nicht in die Niederungen eines Live-Linux-Systems begeben will und froh ist eine Festplatte ein- und ausgebaut zu bekommen sollte sich Lindy Clone&Dock anschauen. Auf Knopfdruck stellt dieses Dock bitgenaue Kopien der Platten her, einzige Bedingung: ist hier eine größere Zielplatte. Der Anschluss an den Rechner erfolgt via eSATA oder USB. Ist der Klonvorgang abgeschlossen kann man die Platte in den Zielrechner wieder einbauen, bei Hardwareänderung muss man unter Umständen Windows neu aktivieren(Achtung, Löschen auf dem alten Rechner nicht vergessen). Danach kann man die alten Platten im Dock weiterverwenden.
Fazit:
Clone&Dock kostet zwar etwas mehr, erleichtert aber vor allem dem unerfahrenen Anwender den Tausch der Festplatten. Kennt man sich ein wenig mit Hard- und Software aus ist Clonezilla das Mittel der Wahl, kostenlos und schnell. Es eignet sich auch wunderbar zum regelmäßigen Backup der Systemplatte. Nach einem zurück spielen des Images kann man direkt weiter arbeiten. Bei 200GB dauert das Image ca. 20 min.
Die beiden Lösungen eignen sich auch wunderbar für den Austausch einer Notebookfestplatte gegen ein schnelleres Modell. Vor allem die Notebooks mit einer 5400-Umdrehungen Festplatte profitieren von einem solchen Tausch. Entweder nimmt man dann eine mit 7200 Umdrehungen wie diese Toshiba mit 500GB Speicherplatz oder gleich eine SSD wie die Intel X25-M Postville mit nur 80GB aber dafür schon fast sagenhaften Leistungsdaten wie dieser Alltagstest zeigt. Auch die Akkulaufzeit des Notebooks kann dadurch einen Sprung nach oben machen, die meisten modernen Platten verbrauchen bis zu 30% weniger Energie.

