Die Kraft der acht Herzen
Schlagworte: Bauen Core i7 Furmark GTX 275 Nvidia schrauben
Geschrieben von Stefan
Kurz vor Weihnachten bekam ich noch einmal die Gelegenheit einen Rechner maßzuschneidern. Da flüssiges Call of Duty – Modern Warfare 2 spielen die Vorgabe war. musste ein potenter Prozessor und Grafikhardware her. Ich entschied mich dementsprechend für folgendes System:
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Sony Optiarc 22fach DVD-Brenner
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CoolerMaster Centurion 534 Plus– schwarz
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52in1 SuperMultiPanel (Cardreader, USB, eSATA und SATA Anschluss) als 3,5“ Fronteinbau
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Arctic Cooling Freezer Extreme Rev2 Kühler für die CPU
Ich habe mich für den „kleinen“ Core i7 mit „Lynnfield“-Stepping und auf Sockel 1156 entschieden da die 900er-Reihe den Kostenrahmen gesprengt hätte und keinen nennenswerten Vorteil beim Spielen gebracht hätte. Ebenso wäre teurerer RAM und ein teures Board erforderlich gewesen.
Der Kleine bietet HyperThreading und den Turbomodus ebenso wie die großen Brüder. Ihm geht allerdings der TripleChannel Speichercontroller ab, damit kann man das Board also in den gewohnten 2/4/8GB Schritten bestücken. Er meldet dem Betriebssystem erwartungsgemäß 8 logische Kerne und lässt sich problemlos moderat übertakten.
Der Core i7-860 wird von dem Arctic Cooling Freezer Extreme gekühlt, diesen Kühler habe ich bereits bei verschiedenen Rechnern verwendet und war mit Lautstärke und Kühlleistung vollauf zufrieden. Der Tower nimmt allerdings viel Platz im Gehäuse weg, will man ihn verwenden sollte man vorher prüfen ob er ins Gehäuse passt. Der 140mm-Lüfter kühlt den Prozessor zuverlässig bei niedrigen Umdrehungen.
Die Nvidia GTX 275 ist mittlerweile sehr rar geworden. Kaum noch Hersteller bieten Karten mit diesem Chip an. Er bietet nicht ganz die Performance einer GTX285 kann jedoch preislich überzeugen. Gainward setzt auf das Referenzdesign, nur der Aufkleber ist eigentlich anders.
Bei der Festplatte habe ich auf einen guten Kompromiss zwischen Geschwindigkeit, Größe und Preis geachtet. Die Spinpoint F3 hat in verschiedenen Tests gut abgeschnitten (bspw. PCGHardware) und bei den meisten Spielen kann man die letzten 10% zusätzlicher Festplattenperformance wohl vernachlässigen.
Beim Mainboard habe ich bewusst nicht die P55A-Revision genommen. USB 3.0 und SATA-3.0 stecken noch in den Kinderschuhen(siehe c’t 1/2010) und kosten nur unnötig Geld. Es bietet eine gute Grundlage für ein Single-GPU-System und unterstützt die Nehalems ohne Bios-Update. Nur Win7 hatte seine Probleme mit dem Board, der Leistungsindex wollte partout nicht durchlaufen bevor nicht ein neues BIOS installiert war (Link).
Die Montage war recht schnell erledigt nach 2h war der Win7-Desktop zu sehen. Das Ganze hat 2h gedauert weil Gigabyte nicht Slot 1 und 3 als Dual-Channel-Slots hernimmt sondern Slot 2 und 4. Der Rechner wollte partout nicht booten und erst das Tauschen der RAM-Chips brachte den Erfolg.
Nachdem dann alles installiert war und Ninite seinen Dienst getan hatte folgten die ersten Tests. Bei mir keine Spielebenchmarks sondern Energieverbrauch und Kühlungsverhalten. Dazu verwende ich Furmark und Core2MaxPerf. Mit Furmark laste ich die Grafikarte aus, mit Core2MaxPerf kann man alle Kerne des Prozessors maximal belasten. So sahen die Messwerte dann nach 20min voller Belastung aus:
Mit den gängigen Anwendungen konnte man das System nicht auslasten, der TurboBoost stellte Single-Thread-Anwendungen immer genug Leistung zur Verfügung, die zusätzliche Abwärme kann der Kühler locker abführen. Die acht logischen Kerne werden wohl auch in naher Zukunft nicht voll ausgelastet werden, dennoch bietet der Rechner damit genug Reserven um gleichzeitig mehrere Aufgaben abzuarbeiten.
Der Stromverbrauch hält sich im Leerlauf in Grenzen, unter 3D-Belastung wird es durchaus ein bisschen mehr. Die folgende Tabelle zeigt den Verbrauch in verschiedenen Lastszenarien. Dabei wird immer der Gesamtverbrauch zusammen mit dem Acer 22L B223 gemessen.
| Szenario | Verbrauch in W |
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Idle, CPU und Grafikarte im Stromsparmodus |
115 |
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Grafikkarte mit Furmark 1680×1050 16xAA |
320 |
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CPU, Vollast |
145 |
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CPU+Grafikkarte Vollast |
355 |
Insgesamt für ein derartig potentes System ein moderater Verbrauch, vor allem weil die Vollastwerte nicht so schnell erreicht werden. Die Kühlung war entsprechend gut, allein der Grafikkartenlüfter wird bei voller Belastung ziemlich laut, dann sollte man eben die Lautstärke ein wenig hochdrehen, beim DVD ansehen wird das wohl kaum passieren und dementsprechend nicht stören.


